Es war eine ganz besondere Ehre für unsere Schule, dass Eylem Sünmez als NRW-Landesvertreterin zum Bundesfinale und zur offiziellen Preisverleihung des französischen Literaturwettbewerbs „Prix des lycéens allemands“ nach Berlin reisen durfte. In Begleitung ihres Französischlehrers, Sven Emmerich und der Schulleiterin Andrea Behm-Brachmann verbrachtesie zwei unvergessliche Tage in der Französischen Botschaft. Im Zentrum stand die Zusammenkunft aller 16 Landesvertreter:innen und die äußerst spannende und sehr bewegende Begegnung mit dem diesjährigen Gewinnerautor, Mamadou Sow. Dieser hat gemeinsam mit seinem Co-Autor und Mentor, dem renommierten Schriftsteller und ehemaligen französischen Minister Azouz Begag, seine persönliche Lebensgeschichte als illegaler Flüchtling über die Mittelmeerroute vom afrikanischen Guinea bis nach Frankreich in einem lesenswerten Buch verarbeitet.

Sichtlich beeindruckt schildert Eylem ihre Impressionen der gesamten Veranstaltung:

„Am Anfang wusste ich garnicht so richtig, was mich in Berlin erwartet. Mir war klar, dass wir in der französischen Botschaft die anderen Schüler aus allen Bundesländern treffen. Doch als wir dann vor der dem Gebäude standen und sogar den Botschafter von Weitem gesichtet haben, wurde mir bewusst wie offiziell und formell diese Begegnung sein wird. 

Es war zwar sehr ungewohnt und fremd in ein staatliches Gebäude eingeladen zu werden, doch die freundliche und warme Stimmung mit den anderen Schülern hat die Atmosphäre wieder aufgelockert. In Gruppen bereiteten wir Präsentationen der drei Wettbewerbsbücher, eine Diskussionsrunde sowie die komplette Gestaltung der Preisverleihung vor. Hier und bei den gemeinsamen Essen oder der Übernachtung im Centre Français de Berlin haben wir uns immer besser kennengelernt. Denn die französische Sprache hat uns alle zusammengebracht und verbunden. Und so haben sich Freundschaften geschlossen, sei es aus Bremen, Berlin und Frankfurt. 

Aber das war nicht das einzige Beeindruckende… Denn auch das Zusammentreffen mit Mamadou Sow war sehr emotional und berührend. Die Figur, die im Buch ,,Né pour partir’’ so viel Traumatisches erlebt und gesehen hat, in echt vor mir zu sehen… wie er den PDLA Preis (Prix des lycéens allemands) in der Hand hält… war für mich ein sehr besonderer und ergreifender Moment. Dieses Buch hat ihm das Leben vereinfacht. Denn dies ist sein Ausweis um hier, in einer freien und demokratischen Welt leben zu können. 

Und ich bin froh ein Teil davon gewesen zu sein. Das Buch und diese Erfahrung in der französischen Botschaft in Berlin haben mich definitiv positiv geprägt. Es war insgesamt eine sehr bereichernde und tolle Zeit, die ich nicht vergessen werde und ich bin sehr dankbar für diese Chance.“